Der Imkerverein Emmershausen stellt sich vor
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Mit 36 Mitgliedern ist der Imkerverein Emmershausen nach Aussage
des langjährigen Vorsitzenden Leonhard Müller einer der größten
im Altkreis Usingen. Weniger die Geselligkeit, vielmehr fachbezogene Zusammenkünfte
prägen das Vereinsleben. So auch die Mitgliederversammlung am vergangenen
Samstag im Bürgerhaus in Emmershausen.
Die Qualität des Honigs ist nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch
Hauptthema des Vorsitzenden. Er ist stolz darauf, daß 33 Vereinsmitglieder
einen Honiglehrgang absolviert haben. Das ist für Müller die
Basis dafür, daß echter deutscher Imkerhonig auf dem Markt gegen
Auslandshonig bestehen kann. Als Berufsimker und vereidigter Bienenseuchen-Sachverständiger
im Hochtaunuskreis weiß Müller, von was er spricht. Natürlich
gäbe es überall schwarze Schafe, aber wer seinen Honig mit dem grünen
Gewährstreifen des Deutschen Imkerbundes auszeichnen darf,
ließe sich darauf ein, daß jedes seiner abgefüllten Gläser
erfaßt werde.
Der Imker bringe auf den Markt ein fix und fertiges Lebensmittel, bei dessen
Produktion er jede Menge gesetzliche Vorschriften zu beachten habe, erklärte
Müller. Zur Sicherheit für den Imkerstand strebt der Vorsitzende an,
daß vereinsinterne Qualitätsprüfungen die Regel werden.
Er selbst steht als Imkerberater seinen Kollegen jederzeit mit Rat und tat zur
Seite. Man muß schon ein Phantast sein, wenn man Tag und Nacht erreichbar
ist, gesteht Müller. Aber das ist möglicherweise das Geheimnis,
warum der Imkerverein in Emmershausen gegen den bundesdeutschen Trend nicht
nur die Mitgliederzahl konstant hält, sondern auch immer wieder Jungimker
für dieses schöne Hobby gewinnen kann.
Den verschiedensten Berufsgruppen gehören die Emmershäuser Mitglieder
an, die im Durchschnitt zehn Völker betreuen. Und bis aus Bad Homburg und
auch Niedernhausen kommen die Imker, die ihren Stand nicht nur in Emmershausen
sondern in verschiedenen Gemarkungen in Weilrod betreiben. Ein wichtiges Anliegen
des Vorsitzenden ist es auch, innerhalb des Vereins die Völkerzahl zu erhalten
und die Jungvölkerbildung zu steigern. Den zunehmenden Zukauf in den letzten
Jahren bewertet Müller als letztlich negativ für die Gesundheit der
Völker.
Grund zur Freude hatten abschließend zahlreiche Mitglieder des Vereins,
die für 15jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Dies waren: Klaus
Bangert (Altweilnau), Leonhard Müller (Emmershausen), Herbert Grün
(Rod), Karl Glaser (Emmershausen), Harald Grün (Emmershausen), Karlheinz
Kurandt (Eschbach), Rolf Peter Dadazinski (Rod), Manfred Jung (Altweilnau),
Hans-Walter Herpel (Rod an der Weil), Armin Secker (Riedelbach), Wolfgang Dude
(Bad Homburg), Hans Rohwer (Selters), Erwin Koerkel (Altweilnau) und Diethard
Zehe (Wilhelmsdorf).
Quelle: Usinger Anzeiger