Kerbegesellschaft Emmershausen
Die Kerbegesellschaft Emmershausen beruft sich auf eine langjährige Tradition. Nach einer mehrjährigen Pause gründeten sich die "Kerbebursche Emmershausen" 1990 unter der Leitung von Thomas Dietel (Kerbewatz) neu.
In diesem Jahr entschlossen sich die 23 Jugendlichen die Kerb wieder nach den alten Traditionen neu aufleben zu lassen. Man war schon lange Zeit im Voraus mit der Organisation beschäftigt. Es wurde ein Kerbewatz gewählt, man stellte sich die Frage, in welchem Rahmen, Umfang und Outfit sich die Kerbegesellschaft präsentieren sollte. Es gingen heiße Diskussionen um den Aufdruck der T-Shirts los, manche waren der Meinung, man sollte jedes Jahr die gleichen nehmen und sie an Nachfolger weitergeben, manche der Meinung jedes Jahr neue in gleicher Form, durchgesetzt hat sich aber, daß in jedem Jahr ein komplett neues Outfit gewählt wird. Im ersten Jahr hatte man die Babybilder aller teilnehmenden Jugendlichen als Aufdruck. Dies setzte sich bis heute mit verschieden Motiven und Farben fort. Es ging ebenfalls darum die früheren Kerbelieder wieder zu singen, hier waren die "alten" gefragt. Nach kurzer Zeit, hatte man jedoch schon ein beträchtliches Repertoire an Liedern und Trinksprüchen zusammen, und konnte sich nun fleißig an`s Üben machen. Des weiteren traf man sich mit den Vorständen der örtlichen Vereine zwecks Zusammenarbeit bei der Veranstaltung. Die Kerbegesellschaft erhielt die Tombola, welche in den Folgejahren dazu genutzt wurde, den Erwerb von T-Shirts, Hüten und Bier zu subventionieren. Zusätzlich obliegt es der Kerbegesellschaft den Kerbebaum samt Johann (Kerbemaskottchen) zu stellen. Dies wird traditionell am Kerbesamstag um 11:00 Uhr gemacht. Die Kerbeburschen ziehen zusammen in den Wald um den Baum zu fällen und eigenhändig zum Bürgerhaus zu tragen. Die Kerbemädchen kümmern sich in dieser Zeit um den Kronenschmuck und stopfen den Johann. Anschl. wird gemeinsam auf ein gutes Gelingen der Kerbetage angestoßen. Kerbetage sind der Samstag (Kerbetanz), der Sonntag (Kerbegottesdienst und Frühschoppen) und der Kerbemontag (Abschluß). Um sich hierauf genügend vorzubereiten, trifft sich die Kerbegesellschaft i.d.R. ein gutes Vierteljahr vorher, wöchentlich in der Bürgerhausgaststätte. Bei diesen Treffen plant man den Fahneneinmarsch der Kerbegesellschaft, der die Kerb offiziell eröffnet, es wir viel gesungen und getrunken ( es gibt aber, wie zu Beginn in den Neunzigen, keinen Bierzwang mehr). Man organisiert die Tombola und regelt alles was anfällt. Die Gesellschaft besteht aus Kerbeburschen und Mädchen im Alter von 14-22 Jahren.